Kinderbasar in einer hellen Halle mit Tischen voller sortierter Kinderkleidung, Spielzeug und LaufradBild mit KI erstellt

Kinderbasar: So funktioniert ein Kommissionsbasar

Einige Bilder in diesem Artikel wurden mit KI erstellt.

Babys wachsen schneller aus ihren Bodys heraus, als man „Größe 68“ sagen kann. Kein Wunder, dass Kinderbasare so beliebt sind: Eltern finden dort gut erhaltene Kleidung, Spielzeug und Ausstattung für wenig Geld und werden gleichzeitig die Sachen los, die zu Hause nur noch Platz wegnehmen. Doch wie funktioniert so ein Basar eigentlich? Was bedeutet „Kommission“, und worauf solltest du achten, wenn du kaufen oder verkaufen möchtest? Hier bekommst du alle Antworten.

Kurz gesagt: Bei einem Kommissionsbasar gibst du deine Sachen vorher ab, ausgezeichnet mit Preis und Verkäufernummer. Ein Team aus Helfern verkauft alles für dich. Danach bekommst du dein Geld und die übrig gebliebene Ware zurück. Der Veranstalter behält meist einen kleinen Anteil, der oft einem guten Zweck zugutekommt.

Die zwei Arten von Kinderbasaren

1. Kommissionsbasar (auch Abgabebasar)

Du stehst nicht selbst am Stand. Stattdessen gibst du deine Sachen an einem festgelegten Termin vor dem Basar ab. Alles ist nach Art und Größe sortiert auf Tischen ausgelegt, fast wie in einem kleinen Kinderladen. Bezahlt wird zentral an einer Kasse. Diese Basare werden oft von Kindergärten, Schulen, Fördervereinen oder Kirchengemeinden organisiert.

2. Selbstverkäuferbasar (Kinderflohmarkt)

Hier funktioniert alles wie auf einem normalen Flohmarkt: Du mietest einen Tisch, verkaufst selbst und behältst das ganze Geld. Dafür stehst du mehrere Stunden am Stand, und es wird gehandelt.

So läuft ein Kommissionsbasar ab

  1. Anmeldung: Meist einige Wochen vorher bekommst du eine Verkäufernummer, oft über ein Online-Portal oder per E-Mail. Die Plätze sind häufig schnell vergeben. Es lohnt sich, den Anmeldestart im Blick zu behalten.
  2. Etiketten: Jedes Teil bekommt ein Etikett mit deiner Nummer, dem Preis, der Größe und einer kurzen Beschreibung. Oft gibt es dafür eine Vorlage zum Ausdrucken. Die Etiketten werden mit Sicherheitsnadeln, Klebeband oder einem Faden befestigt, je nach Vorgabe.
  3. Abgabe: Am Vortag oder am Morgen des Basars bringst du deine Sachen hin, meist in einem Wäschekorb oder einer Kiste mit deiner Nummer.
  4. Verkauf: Die Helfer sortieren alles ein. Viele Basare haben einen eigenen Einkauf für Schwangere vor der offiziellen Öffnung, meist mit Mutterpass.
  5. Abrechnung und Abholung: Am Nachmittag oder Abend holst du deine übrigen Sachen und dein Geld ab. Ein Teil des Erlöses, oft zwischen 10 und 20 Prozent, bleibt beim Veranstalter. Die genauen Bedingungen stehen in den Regeln des jeweiligen Basars.

Was wird auf Kinderbasaren verkauft?

  • Kleidung von Größe 50 bis etwa 176, oft nach Saison: im Frühjahr Sommerkleidung, im Herbst Winterkleidung
  • Schuhe, Matschhosen, Schneeanzüge
  • Spielzeug, Puzzles, Gesellschaftsspiele, Bücher
  • Babyausstattung wie Tragen, Wippen, Hochstühle
  • Fahrzeuge: Laufräder, Roller, Kinderwagen, Fahrradsitze
  • Umstandsmode, manchmal auch Karnevalskostüme

Viele Basare nehmen keine Unterwäsche, Socken, Strumpfhosen und Kuscheltiere an, und Autositze nur mit Einschränkungen. Kleidung muss gewaschen und fleckenfrei sein, Spiele vollständig. Schau vorher in die Regeln deines Basars.

Tipps fürs Verkaufen auf dem Kinderbasar

  • Nur Gutes abgeben: Fleckige oder ausgeleierte Teile werden oft zurückgewiesen und verderben den Eindruck.
  • Realistisch auszeichnen: Als Richtwert gilt etwa ein Viertel bis ein Drittel des Neupreises. Bei Markenkleidung in sehr gutem Zustand etwas mehr.
  • Sets bilden: Drei Bodys in Größe 62 als Paket verkaufen sich besser als einzeln.
  • Saison beachten: Im Herbstbasar verkaufen sich Winterjacken und Schneeanzüge, im Frühjahrsbasar Sandalen und Badesachen.
  • Etiketten gut befestigen: Ein verlorenes Etikett heißt meist, dass das Teil nicht zugeordnet werden kann.

Tipps fürs Einkaufen auf dem Kinderbasar

  • Früh da sein: Die schönsten Teile sind in der ersten halben Stunde weg. Vor der Tür bilden sich oft Schlangen.
  • Große Tasche oder IKEA-Tüte mitbringen: Manche Basare geben Körbe aus, viele aber nicht.
  • Größenliste machen: Schreib dir auf, was dein Kind in der nächsten Saison braucht, in welcher Größe. So kaufst du gezielter.
  • Bargeld mitnehmen: Nicht überall kann mit Karte bezahlt werden.
  • Ware anschauen: Reißverschlüsse, Druckknöpfe und Flecken kurz prüfen. Umtausch ist auf Basaren nicht möglich.

Dein Zeitplan als Verkäuferin

Wäschekorb mit ausgezeichneter Kinderkleidung und Spielzeug steht bereit für den KinderbasarBild mit KI erstellt
  1. 4 bis 6 Wochen vorher: Anmeldestart im Blick behalten und Verkäufernummer sichern. Bei beliebten Basaren sind die Nummern oft nach wenigen Minuten vergeben.
  2. 3 Wochen vorher: Kleiderschränke und Kinderzimmer durchgehen. Alles, was nicht mehr passt oder nicht mehr bespielt wird, auf einen Haufen.
  3. 2 Wochen vorher: Waschen, Flecken behandeln, Spiele auf Vollständigkeit prüfen, Batterien in Spielzeug einlegen.
  4. 1 Woche vorher: Etiketten drucken, Preise festlegen und alles auszeichnen. Am besten gleich nach Größe sortieren.
  5. Abgabetag: Alles in einen Korb mit deiner Nummer, eventuell Liste ausfüllen und pünktlich zur Annahme kommen.
  6. Abholtag: Übrige Ware und Geld abholen. Zu spät abgeholte Ware wird bei vielen Basaren gespendet.

So sieht ein gutes Etikett aus

Hände befestigen ein Etikett mit Sicherheitsnadel an einem KinderpulloverBild mit KI erstellt

Auch wenn jeder Basar seine eigene Vorlage hat, enthalten fast alle Etiketten diese Angaben:

  • Verkäufernummer (zum Beispiel 147)
  • Preis (zum Beispiel 4,00 €)
  • Größe (zum Beispiel 104)
  • Kurze Beschreibung (zum Beispiel „Regenjacke, blau, Marke“)

Die Beschreibung ist wichtiger, als man denkt: Fällt ein Etikett ab, kann das Team das Teil mit der Beschreibung oft trotzdem zuordnen. Befestige Etiketten an Kleidung am besten am Waschzettel oder an der Innenseite, nicht durch empfindlichen Stoff.

Als Helferin mitmachen: Das bringt dir Vorteile

Kommissionsbasare funktionieren nur, weil viele Eltern ehrenamtlich mithelfen: beim Annehmen, Sortieren, an der Kasse oder beim Aufräumen. Als Dankeschön gibt es bei vielen Basaren Vorteile, zum Beispiel einen früheren Einkauf vor allen anderen, einen geringeren Prozentsatz bei der Abrechnung oder eine sichere Verkäufernummer. Frag beim Veranstalter nach, was bei deinem Basar üblich ist. Nebenbei lernst du nette Familien aus deiner Umgebung kennen.

Was passiert mit der Ware, die nicht verkauft wird?

Normalerweise bekommst du alles Unverkaufte zurück. Viele Basare bieten an, übrig gebliebene Teile direkt zu spenden, zum Beispiel an Kleiderkammern, Frauenhäuser oder Hilfsorganisationen. Wenn du das möchtest, kreuzt du es bei der Anmeldung an oder markierst deine Etiketten entsprechend. So musst du die Sachen nicht wieder nach Hause tragen und tust gleichzeitig etwas Gutes.

Gut zu wissen: Die Regeln unterscheiden sich von Basar zu Basar, etwa bei Prozentsatz, maximaler Anzahl Teile, Etikettenart oder angenommenen Artikeln. Lies dir die Bedingungen deines Basars immer vorher durch.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kinderbasar und Kinderflohmarkt?

Umgangssprachlich wird beides oft gleich verwendet. Meist meint „Basar“ den Kommissionsverkauf mit zentraler Kasse und „Flohmarkt“ den Verkauf am eigenen Tisch.

Wann finden Kinderbasare statt?

Die meisten Basare gibt es zweimal im Jahr: im Frühjahr (etwa Februar bis April) für Sommerkleidung und im Herbst (etwa September bis Oktober) für Winterkleidung.

Wie viel Prozent behält der Veranstalter?

Häufig 10 bis 20 Prozent vom Verkaufserlös, manchmal zusätzlich eine kleine Anmeldegebühr. Der Erlös geht oft an den Kindergarten, die Schule oder einen Förderverein.

Darf ich auf dem Kinderbasar auch als Schwangere früher einkaufen?

Bei vielen Basaren ja. Oft gibt es eine eigene Einkaufszeit für Schwangere vor der offiziellen Öffnung, meist mit Mutterpass und einer Begleitperson. Ob und wann, steht in der Ankündigung des jeweiligen Basars und bei uns auf der Termin-Seite.

Den nächsten Kinderbasar in deiner Nähe findest du in unserer Übersicht Kinderbasare: alle Termine.

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