Helferinnen bauen in einer Turnhalle einen Kinderbasar mit Kleiderstangen und Tischen aufBild mit KI erstellt

Kinderbasar organisieren: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einige Bilder in diesem Artikel wurden mit KI erstellt.

Ein Kinderbasar ist für Eltern eine wunderbare Sache: günstige Kinderkleidung, Spielzeug, Bücher, alles an einem Ort. Und für die Kita, die Schule oder den Förderverein, der ihn organisiert, ist er oft eine wichtige Einnahmequelle. Wenn du überlegst, selbst einen Kinderbasar auf die Beine zu stellen, findest du hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, vom ersten Treffen über die Etiketten bis zur Abrechnung.

Kurz gesagt: Team bilden, Raum und Datum festlegen, Basar-Art (Kommission oder Selbstverkauf) wählen, Regeln und Etiketten vorbereiten, Verkäufernummern vergeben, Helferplan erstellen, Werbung machen. Am Basartag: Annahme, Sortieren, Verkauf, Kasse, Rückgabe. Plane etwa drei Monate Vorlauf ein.

Schritt 1: Team und Ziel

Allein ist ein Kinderbasar nicht zu stemmen. Such dir ein Kernteam aus drei bis sechs Leuten, die Verantwortung übernehmen, und später viele Helferinnen und Helfer für den Basartag. Klärt am Anfang: Wofür soll der Erlös verwendet werden? Neue Spielgeräte für die Kita, ein Ausflug, ein Spendenzweck? Ein konkretes Ziel motiviert Helfer und Besucher.

Schritt 2: Kommission oder Selbstverkauf?

KommissionsbasarSelbstverkäuferbasar
AblaufVerkäufer geben Ware ab, Team verkauftVerkäufer stehen selbst am Tisch
Aufwand fürs Teamhoch: Annahme, Sortieren, Kasse, Abrechnunggering: Tische vermieten, Aufsicht
Einnahmen fürs TeamProzentsatz vom Umsatz, oft 10–20 %Tischgebühr, Kuchenverkauf
Für Besucherübersichtlich wie ein LadenFlohmarkt-Atmosphäre, Handeln möglich
Gut fürerfahrene Teams mit vielen Helfernden ersten Basar, kleinere Teams

Für einen ersten Basar ist ein Selbstverkäuferbasar oft die einfachere Wahl. Wie ein Kommissionsbasar genau abläuft, erklären wir in Kinderbasar: So funktioniert ein Kommissionsbasar.

Schritt 3: Raum und Datum

  • Raum: Turnhalle, Gemeindesaal, Bürgerhaus oder Schulaula. Wichtig sind genug Tische, Toiletten, gute Erreichbarkeit und eventuell eine Küche für den Kuchenverkauf.
  • Datum: Im Frühjahr (Februar bis April) für Sommerkleidung, im Herbst (September bis Oktober) für Winterkleidung. Ferien meiden.
  • Erlaubnis: Kläre mit dem Träger der Kita oder Schule, der Gemeinde oder der Kirchengemeinde, ob ihr den Raum nutzen dürft und was zu beachten ist, etwa Versicherung, Brandschutz oder Hausordnung.

Schritt 4: Regeln festlegen

Klare Regeln sparen später viele Diskussionen. Schreibt sie auf und gebt sie allen Verkäufern vorab:

  • Welche Artikel werden angenommen (zum Beispiel Kleidung Gr. 50–176, Spielzeug, Bücher, Fahrzeuge)?
  • Was wird nicht angenommen (zum Beispiel Unterwäsche, Socken, Kuscheltiere, Autositze, verschmutzte Ware)?
  • Wie viele Teile pro Verkäufer?
  • Wie werden die Etiketten gestaltet und befestigt?
  • Wie hoch ist der Prozentsatz bzw. die Gebühr?
  • Was passiert mit nicht abgeholter Ware (zum Beispiel Spende)?
  • Haftung: Wer haftet für verlorene oder beschädigte Teile?

Schritt 5: Verkäufernummern und Etiketten

Bei einem Kommissionsbasar braucht jeder Verkäufer eine Nummer. Gebt sie über eine einfache Liste, per E-Mail oder über ein Online-Anmeldetool aus. Für die Abrechnung gibt es spezielle Basar-Software, die Etiketten mit Barcode erzeugt und die Kasse deutlich beschleunigt. Für kleine Basare reichen auch Papieretiketten und eine gut organisierte Strichliste.

Schritt 6: Helferplan

Kuchenstand mit selbstgebackenen Kuchen unter Glashauben und Kaffeekannen auf dem KinderbasarBild mit KI erstellt
AufgabeWann?
Aufbau: Tische, Schilder, KleiderstangenVortag oder früh morgens
Annahme der Warevor dem Basar
Sortieren nach Größe und Artnach der Annahme
Aufsicht im Verkaufsraumwährend des Verkaufs
Kasse (am besten zu zweit)während des Verkaufs
Kuchen- und Kaffeestandwährend des Verkaufs
Rücksortieren und Abrechnungnach dem Verkauf
Rückgabe an Verkäufer, Abbaunachmittags oder abends

Viele Basare belohnen Helfer mit einem früheren Einkauf oder einem niedrigeren Prozentsatz. Das macht es leichter, genug Leute zu finden.

Schritt 7: Werbung machen

  • Plakate in Kitas, Schulen, Kinderarztpraxen, Bäckereien
  • Elterngruppen, Social Media, Nachbarschafts-Apps
  • Gemeindeblatt und Lokalzeitung
  • Kostenlos bei Flohmarktpilot eintragen: Termin eintragen, damit Eltern aus der Umgebung euren Basar über die Suche finden.

Am Basartag

Kasse beim Kinderbasar mit Geldkassette, Wechselgeld und Listen auf dem TischBild mit KI erstellt
  1. Früh aufbauen, Tische nach Größen und Kategorien beschriften.
  2. Eventuell Einkauf für Schwangere vor der Öffnung, mit Mutterpass.
  3. Einlass regeln, wenn viele Besucher kommen.
  4. Kasse mit genug Wechselgeld und Taschenrechner bzw. Software.
  5. Nach Verkaufsende: rücksortieren nach Verkäufernummer.
  6. Abrechnung, Geld in Umschläge, Rückgabe der Restware.
  7. Raum aufräumen und Restware ggf. spenden.

Nach dem Basar ist vor dem Basar: Haltet direkt fest, was gut lief und was nicht, wie viele Verkäufer und Besucher es gab und wie hoch der Erlös war. Beim nächsten Mal geht alles viel schneller.

Kosten und Einnahmen im Blick behalten

Auch ein Basar für einen guten Zweck braucht eine kleine Kalkulation. Typische Kosten sind Raummiete (oft entfällt sie bei Kita- oder Schulräumen), Druck von Plakaten und Etiketten, eventuell Basar-Software, Material wie Klebeband, Sicherheitsnadeln und Schilder, und Einkäufe für den Kuchenstand, sofern der Kuchen nicht gespendet wird. Einnahmen kommen aus dem Prozentsatz vom Umsatz, Anmeldegebühren, dem Kuchen- und Kaffeeverkauf und eventuell Spenden. Notiert alles sauber, dann könnt ihr am Ende genau sagen, wie viel für euren Zweck zusammengekommen ist. Bei Fragen zur Abrechnung in einem Verein hilft der Vereinsvorstand oder eine Steuerberatung.

Ideen, die euren Basar besonders machen

  • Ein eigener Einkauf für Schwangere vor der Öffnung
  • Eine Spielecke, in der Kinder betreut werden, während Eltern einkaufen
  • Ein Tisch für Umstandsmode
  • Ein „Schnäppchentisch“ in der letzten Stunde
  • Ein Spendenkorb für nicht abgeholte Ware, der an eine soziale Einrichtung geht

Häufige Fragen

Wie lange vorher sollte man einen Kinderbasar planen?

Etwa drei Monate. Raum und Datum möglichst früh festlegen, die Verkäuferanmeldung etwa vier bis sechs Wochen vorher öffnen.

Brauche ich eine Genehmigung für einen Kinderbasar?

In Räumen von Kita, Schule oder Gemeinde braucht ihr die Zustimmung des Trägers bzw. Eigentümers. Bei Kuchenverkauf und größeren Veranstaltungen können weitere Regeln gelten. Fragt im Zweifel bei der Gemeinde nach.

Wie viel Prozent sollte der Veranstalter einbehalten?

Üblich sind etwa 10 bis 20 Prozent des Verkaufserlöses, manchmal kombiniert mit einer kleinen Anmeldegebühr.

Euer Basar steht? Tragt ihn jetzt kostenlos bei Flohmarktpilot ein.

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